Jubiläumsausgabe war ein voller Erfolg

Foto: Maarten Evenhuis

Neue Stücke aus Europa ist das weltweit einzige große internationale Festival, bei dem ausschließlich neue Stücke von lebenden Autoren gezeigt werden. In diesem Jahr fand die Theaterbiennale zum zehnten Mal statt und feierte ihre Jubiläumsausgabe. Seit ihrer Gründung 1992 durch Intendant Manfred Beilharz und Dramatiker Tankred Dorst wurden mehr als 250 Stücke europäischer Autoren präsentiert. 2010 zeigte das Festival an 7 Spielorten 42 Vorstellungen von 24 Produktionen. Insgesamt waren 21 Länder Europas mit 17 europäischen Sprachen vertreten. Die insgesamt 42 Vorstellungen zeigten in eindrucksvoller Weise eine große Bandbreite künstlerischer Arbeit und dokumentierten die ästhetische Vielfalt der europäischen zeitgenössischen Dramatik.


Für die Künstlerische Leitung verantwortlich zeichneten Manfred Beilharz, Yvonne Büdenhölzer sowie Tankred Dorst und Ursula Ehler. Für das Staatstheater Mainz kuratierte Chefdramaturgin Marie Rötzer. Die 41 Paten des Festivals, namhafte Dramatikerinnen und Dramatiker aus den jeweiligen europäischen Ländern, halfen mit Empfehlungen bei der Auswahl der Stücke. Alle Vorstellungen wurden in der Originalsprache gezeigt und für das Publikum simultan ins Deutsche übersetzt, die deutschen Stücke ins Englische.


„Je weniger die Ökonomie und die Politik Vertrauen in Europa setzen, desto mehr hat man den Eindruck, dass das Nachdenken über Menschen, Gesellschaft und Kultur Europas in den neuen Stücken der europäischen Autoren seinen Platz findet“, sagte Manfred Beilharz, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und Mitglied der Künstlerischen Leitung der Theaterbiennale NEUE STÜCKE AUS EUROPA auf der Abschlusspressekonferenz des Festivals. (Pressestimmen)


Die Platzausnutzung für alle Vorstellungen lag bei knapp 80 %. Insgesamt besuchten rund 7000 Menschen die Vorstellungen und Sonderveranstaltungen des Festivals. Zu Gast waren 86 Dramatikerinnen und Dramatiker, die in theoretischen Diskursen, Lesungen und Vorträgen zu Wort kamen und Fragen des Schreibens und des Theaters in den verschiedenen europäischen Ländern reflektierten.


Der Übersetzerpreis des Festivals, den der WIESBADENER KURIER für die beste Stückübersetzung auslobt und mit 1.000 Euro dotiert, wurde von Viola Bolduan, Ressortleiterin Feuilleton des Wiesbadener Kuriers an Luise Rist für die Übersetzung des Stücks „Bab und Sane“ von René Zahnd des Théâtre Vidy aus Lausanne verliehen. Das Festival rundet die Summe auf 1.500 Euro auf.

Foto: Maarten Evenhuis
Foto: Maarten Evenhuis
Foto: Maarten Evenhuisschubkarre