Foto: Privat 
Elvis Bošnjak

ist 1971 in Split geboren, wo er an der Akademie der Dramatischen Künste studierte. 1993 trat er sein erstes Engagement als Schauspieler am Theater in Rijeka an. Dort gründete er mit Kollegen die freie Gruppe „HKD“, die schnell zu einer der einflussreichsten im Lande avancierte. 1995 kehrte er nach Split zurück und wurde Mitglied des Kroatischen Nationaltheaters, an dem er bis heute als Schauspieler arbeitet und das er 2004 bis 2006 künstlerisch leitete. Ende des vergangenen Jahrhunderts begann er, für das Theater zu schreiben.

Sein erstes Stück, „Vater“, kam 2000 am Kroatischen Nationaltheater in Split heraus, das auch seine beiden nächsten zur Uraufführung brachte (alle in der Regie von Nanni Delmestre). „Vater“ ist ein psychologischer Thriller um Schuld und Sühne, Reue und Vergebung, der seinen Autor mit einem Schlag in die erste Reihe der zeitgenössischen kroatischen Dramatiker katapultierte.

Die beiden folgenden Stücke, „Der Fluss nimmt uns“ und „Lass uns auf diese Wolken springen“, bestätigten diesen Rang: Die Uraufführungsproduktionen von 2002 und 2004 waren große Erfolge bei Publikum und Presse. Sie errangen gemeinsam mit „Vater“ 15 nationale Preise, darunter der bedeutendste, „Vladimir Nazor“, für „Der Fluss nimmt uns“. „Vater“ hat das Kroatische Fernsehen 2005 verfilmt, nachdem es bereits 2001 als Hörspiel produziert worden war. „Lass uns....“ wurde 2004 vom Kroatischen Radio als Hörspiel aufgenommen. Bošnjaks Stücke wurden auch in Bosnien-Herzegowina, Slowenien, Mazedonien und Chile gespielt. Zwei neue Texte, 2005 und 2006/07 verfasst, sind noch unaufgeführt.

Patrons 2010

The patrons of this festival are renowned and experienced playwrights from 39 European countries. They all search for the most interesting plays, writers and productions in their respective countries and recommend the most promising candidates to the artistic board of the festival. In addition to presenting the theatre-companies and the authors of each production, the festival also invites the patrons to give an unparalleled insight and overview over the theatrical life and dramatic writing in their countries.

Albanien Josif Papagjoni | Belgien Paul Pourveur | Bosnien/Herzegowina Almir Imširević | Bulgarien Hristo Boytchev | Deutschland Tankred Dorst | Dänemark Jokum Rohde | Estland Mart Kivastik | Finnland Laura Ruohonen | Frankreich Noëlle Renaude | Griechenland Petros Markaris | Großbritannien Mark Ravenhill | Irland Gina Moxley | Island Hávar Sigurjónsson | Italien Edoardo Erba | Kosovo Jeton Neziraj | Kroatien Elvis Bošnjak | Lettland Māra Zālīte | Litauen Marius Ivaškevičius | Luxemburg Nico Helminger | Mazedonien Goran Stefanovski | Moldawien Constantin Cheianu | Montenegro Radmila Vojvodić | Niederlande Judith Herzberg | Norwegen Øyvind Berg | Österreich Bernhard Studlar | Polen Janusz Głowacki | Portugal Vera San Payo | Rumänien Gianina Cărbunariu | Russland Viktor Slawkin | Schweden Sofia Fredén | Schweiz Lukas Bärfuss | Serbien Biljana Srbljanović | Slowakei Martin Porubjak | Slowenien Dušan Jovanović | Spanien Carles Batlle | Tschechische Republik Arnošt Goldflam | Türkei Özen Yula | Ukraine Alexander E. Mardan | Ungarn Ákos Németh | Weißrussland Andrej Kurejtschik | Zypern Giorgos Neophytou |