Foto: Martin Kaufhold 
Vera San Payo

Vera San Payo ist 1951 in Lissabon geboren. Sie studierte Germanistik und Anglistik in Lissabon und Freiburg/Breisgau. Seit 1975 leitet sie Deutschkurse und Seminare über Didaktik und Methodik von Deutsch als Fremdsprache, und seit 1993 nimmt sie einen Lehrauftrag für Dramaturgie und Übersetzung im Rahmen der Theaterstudien für Postgraduierte wahr, beides an der Universität Lissabon.

Als Dramaturgin für Theater in Lissabon und Porto arbeitet sie seit 1980 und hat im Rahmen dieser Tätigkeit zahlreiche Stücke übersetzt und adaptiert, u.a. von Shakespeare, Shepard, Koltès, Dorst, Schwab und B. Strauss. In Zusammenarbeit mit João Lourenço und José Fanha hat sie Stücke und freie Bühnenbearbeitungen geschaffen: „Portugiesischer Ubu" (nach Jarrys "Ubu roi", 1984), „Salzwasser“ (nach Conor McPhersons „This Lime Tree Bower", 1997), „Und das Meer ist blau" (über Brechts Leben und Werk, 1998) und „Lucefecit" (nach Conor McPhersons „The Weir", 2000).

1997 und 2001 erhielt sie den Österreichischen Übersetzerpreis für ihre Übertragungen von Werner Schwabs Schauspielen „Die Präsidentinnen" und „Übergewicht unwichtig Unform" ins Portugiesische. Im Frühjahr 2004 sprachen die portugiesischen Theaterkritiker Vera San Payo den Preis für 2003 für ihre Übersetzungen, Bühnenfassungen und Dramaturgien von Stücken Frayns, Bruce Grahams und Botho Strauss' sowie für die Herausgabe des ersten Bandes Sämtlicher Stücke von Brecht zu. Inzwischen ist die Ausgabe um zwei weitere Bände gewachsen. Im März 2006 wurde ihr in Weimar die Goethe-Medaille für ihr Wirken im Theaterbereich verliehen.

Patrons 2010

The patrons of this festival are renowned and experienced playwrights from 39 European countries. They all search for the most interesting plays, writers and productions in their respective countries and recommend the most promising candidates to the artistic board of the festival. In addition to presenting the theatre-companies and the authors of each production, the festival also invites the patrons to give an unparalleled insight and overview over the theatrical life and dramatic writing in their countries.

Albanien Josif Papagjoni | Belgien Paul Pourveur | Bosnien/Herzegowina Almir Imširević | Bulgarien Hristo Boytchev | Deutschland Tankred Dorst | Dänemark Jokum Rohde | Estland Mart Kivastik | Finnland Laura Ruohonen | Frankreich Noëlle Renaude | Griechenland Petros Markaris | Großbritannien Mark Ravenhill | Irland Gina Moxley | Island Hávar Sigurjónsson | Italien Edoardo Erba | Kosovo Jeton Neziraj | Kroatien Elvis Bošnjak | Lettland Māra Zālīte | Litauen Marius Ivaškevičius | Luxemburg Nico Helminger | Mazedonien Goran Stefanovski | Moldawien Constantin Cheianu | Montenegro Radmila Vojvodić | Niederlande Judith Herzberg | Norwegen Øyvind Berg | Österreich Bernhard Studlar | Polen Janusz Głowacki | Portugal Vera San Payo | Rumänien Gianina Cărbunariu | Russland Viktor Slawkin | Schweden Sofia Fredén | Schweiz Lukas Bärfuss | Serbien Biljana Srbljanović | Slowakei Martin Porubjak | Slowenien Dušan Jovanović | Spanien Carles Batlle | Tschechische Republik Arnošt Goldflam | Türkei Özen Yula | Ukraine Alexander E. Mardan | Ungarn Ákos Németh | Weißrussland Andrej Kurejtschik | Zypern Giorgos Neophytou |