Foto: Martin Kaufhold 
Biljana Srbljanović

Biljana Srbljanović fand den internationalen Durchbruch mit „Belgrader Trilogie“ bei NEUE STÜCKE AUS EUROPA 1998. Es war ihre Examensarbeit (1995) an der Akademie der Dramatischen Künste in Belgrad, an der sie Dramaturgie und Theaterwissenschaft studiert hatte, und zugleich ihr Debüt als Bühnenautorin. Die „Trilogie“ wurde 1997 am Jugoslawischen Drama Theater in Belgrad uraufgeführt und in dieser Produktion im Rahmen der BONNER BIENNALE gezeigt.

Der internationale Erfolg setzte sich auch bei den nächsten Werken der 1970 in Belgrad geborenen Autorin fort: „Familiengeschichten Belgrad“ (1997), „Der Sturz“ (1999) und „Supermarket. Soap Opera“ (1999). Während der NATO-Luftangriffe auf Jugoslawien 1999 veröffentlichte sie kritische Situationsberichte und Essays, die international stark beachtet wurden. Während einer Gastdozentur in New York entstand ihr Stück „God save America“, das 2003 in Belgrad uraufgeführt wurde. Ihre Stücke sind inzwischen in 80 Sprachen übersetzt und an mehr als 100 Theatern in der ganzen Welt aufgeführt worden. Vor allem in den deutschsprachigen Ländern wurden sie – in mehr als 60 Produktionen – gespielt.

Die Theaterbiennale 2006 wurde mit ihrem Stück „Heuschrecken“ in der Uraufführungsinszenierung des Jugoslawischen Drama Theaters Belgrad eröffnet. Wie schon bei „Heuschrecken“ ist die Autorin auch bei „Barbelo“ als Kommentator im Text präsent. „Barbelo“ ist im Auftrag von Schauspiel Essen (Premiere dort 2009) geschrieben und wurde auch in Belgrad aufgeführt.

Biljana Srbljanović ist mit einer Reihe von Preisen ausgezeichnet worden; 2009 mit dem IX. Europa-Preis „Neue Realitäten des Theaters“. Seit 1997 ist sie als Lehrbeauftragte für Dramaturgie an der Akademie in Belgrad tätig. NEUE STÜCKE AUS EUROPA war sie auch als Leiterin der englischsprachigen Arbeitsgruppen des Forums junger Autoren Europas von 2000 bis 2006 verbunden.

Patrons 2010

The patrons of this festival are renowned and experienced playwrights from 39 European countries. They all search for the most interesting plays, writers and productions in their respective countries and recommend the most promising candidates to the artistic board of the festival. In addition to presenting the theatre-companies and the authors of each production, the festival also invites the patrons to give an unparalleled insight and overview over the theatrical life and dramatic writing in their countries.

Albanien Josif Papagjoni | Belgien Paul Pourveur | Bosnien/Herzegowina Almir Imširević | Bulgarien Hristo Boytchev | Deutschland Tankred Dorst | Dänemark Jokum Rohde | Estland Mart Kivastik | Finnland Laura Ruohonen | Frankreich Noëlle Renaude | Griechenland Petros Markaris | Großbritannien Mark Ravenhill | Irland Gina Moxley | Island Hávar Sigurjónsson | Italien Edoardo Erba | Kosovo Jeton Neziraj | Kroatien Elvis Bošnjak | Lettland Māra Zālīte | Litauen Marius Ivaškevičius | Luxemburg Nico Helminger | Mazedonien Goran Stefanovski | Moldawien Constantin Cheianu | Montenegro Radmila Vojvodić | Niederlande Judith Herzberg | Norwegen Øyvind Berg | Österreich Bernhard Studlar | Polen Janusz Głowacki | Portugal Vera San Payo | Rumänien Gianina Cărbunariu | Russland Viktor Slawkin | Schweden Sofia Fredén | Schweiz Lukas Bärfuss | Serbien Biljana Srbljanović | Slowakei Martin Porubjak | Slowenien Dušan Jovanović | Spanien Carles Batlle | Tschechische Republik Arnošt Goldflam | Türkei Özen Yula | Ukraine Alexander E. Mardan | Ungarn Ákos Németh | Weißrussland Andrej Kurejtschik | Zypern Giorgos Neophytou |